Renata Hoffmann in ihrer neuen Praxis an der Kronenwiese 1319 in Wolfhalden. Im Glas: Zucht-Blutegel zur Behandlung einer Blutegel-Therapie.
1/1 Renata Hoffmann in ihrer neuen Praxis an der Kronenwiese 1319 in Wolfhalden. Im Glas: Zucht-Blutegel zur Behandlung einer Blutegel-Therapie.
18.10.2016 14:38

Hirudotherapie: Die Therapie mit Blutegeln

Seit dem Sommer 2014 bietet Renata Hoffmann in ihrer Naturheilpraxis eine Blutegeltherapie an. Die Heilpraktikerin setzt dabei auf eine Jahrhunderte alte Therapieform, die zum Beispiel Gelenkarthrosen, rheumatische Erkrankungen oder Durchblutungsstörungen positiv beeinflussen kann. Neu findet man die Naturheilpraxis im Zentrum von Wolfhalden an der Kronenwiese 1319.

Renata Hoffmann aus Wolfhalden, Naturheilpraktikerin mit Herz und Seele, ist mit ihrer Praxis umgezogen. Neu sind die Räumlichkeiten an der Kronenwiese 1319, an einem zentral und gut gelegenen Ort zu finden. Die Ausbildung zur Naturheilpraktikerin schloss sie im Jahr 2012 mit Diplom ab. Im Sommer 2014 ergänzte sie ihr Wissen mit einer zusätzlichen Ausbildung, der Hirudotherapie. Dabei verwendet sie Blutegel, die chronische Krankheiten wie Gelenkarthrose, rheumatische Erkrankungen oder Krampfadern bekämpfen sollen. «Sie wirken aber auch blutverdünnend oder haben Einfluss auf die Stimmung des Patienten», sagt Hoffmann. Bei den Blutegeln, die bei einer Therapie verwendet werden, handelt es sich aber nicht um wilde, sondern um speziell gezüchtete Blutegel.

Gezüchtete Blutegel

«Diese Egel haben zuvor noch nie an einem Warmblüter gesogen. So wird verhindert, dass Krankheiten übertragen werden», sagt Hoffmann. Um zusätzliche Sicherheit gewährleisten zu können, werden die Zuchtbetriebe gar vom Bundesamt für Veterinärwesen kontrolliert. Aus diesem Grund verwendet Hoffmann die Tiere nur einmal. «Habe ich die Blutegel einmal verwendet, werden sie direkt eingefroren und im Abfall entsorgt.»

Anwendung der Blutegel

Patienten, die eine Blutegeltherapie in Betracht ziehen, werden in einem Vorgespräch mit Renata Hoffmann auf die nötige Behandlung vorbereitet. Ist alles besprochen, werden die Blutegel angebracht. «Die meisten Patienten nehmen im ersten Moment ein Brennen oder das Gefühl eines Wespenstichs war. Ist der Blutegel einmal am Saugen, dauert dies im Schnitt 60 Minuten. Die ganze Therapie kann bis zu drei Stunden», erklärt Hoffmann. Wichtig sei nach der Behandlung das Nachbluten. Dies kann im Schnitt bis 12 Stunden dauern. «Am besten man deckt die Stelle, an der der Blutegel war, mit einem Verband ab. Die betroffene Stelle wird ziemlich sicher jucken. Es ist wichtig dass man sich nicht kratzt. Nach einer Woche bis zehn Tage ist dann die Wirkung der Behandlung spürbar», weiss Hoffmann. Das Resultat kann bis zu einem Jahr hinhalten. Im Schnitt werden vier bis acht Blutegel pro Behandlung verwendet. «Bei einer Hemmschwelle oder bei Ekel vor den Blutegeln behandle ich meine Patienten so, dass sie diese nicht ansehen müssen. Meistens ist dann aber das Interesse grösser und die Patienten schauen trotzdem zu, wie die ganze Sache aussieht.»

mw

Naturheilpraxis RenataHoffmann

kant. appr. Heilpraktikerin

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